Strände

Belize – üppige Vielfalt auf ganz kleinem Terrain

Das auf der Landbrücke nach Südamerika liegende Belize grenzt an Mexiko, Guatemala und die Karibik. Auf knapp 23.000 Quadratkilometern Landesfläche, was etwa der Größe Mecklenburg-Vorpommerns entspricht, bietet das kleine Land vielfältige Landschaften und karibisches Flair. Hier gibt es dichten Dschungel und faszinierende Nationalparks, exotische Traumstrände und sagenhafte Maya-Ruinen. Dazu ist die ehemalige britische Kronkolonie British Honduras das einzige Land Mittelamerikas mit Englisch als Amtssprache. Dass Belize den südöstlichen Teil der Halbinsel Yucatan einnimmt, lässt schon die Existenz von Hinterlassenschaften der Maya vermuten. Und so stößt man im Norden bei Orange Walk Town tatsächlich auf eine der ältesten den Maya zugeordneten Siedlungen, die wissenschaftlichen Schätzungen zufolge zwischen 2000 v. Chr. und 1000 n. Chr. bewohnt war. Die historisch bedeutsamste Maya-Stätte Caracol befindet sich mitten im Regenwald, unweit der Grenze zu Guatemala. Auf dem Vaca Plateau – gut 70 Kilometer südlich von San Ignacio – existierte ab etwa 600 v. Chr. bis um 900 n. Chr. eine riesige Stadt, in der zu Blütezeiten bis zu 115.000 Menschen lebten. Über das riesige Gelände des einstigen Königreiches Caracol führt heute ein Rundweg. Zu Gesicht bekommt man unter anderem verschiedene Altäre, Fundamente, Stelen, Tempel, Paläste und Pyramiden, von denen die höchste 43 Meter aufragt. Von der Caana aus öffnet sich der Blick weit über die gesamte Anlage.

Mit Xunantunich, El Pilar und Cahal Pech befinden sich weitere sehenswerte Maya-Anlagen ganz in der Nähe. Auf Tour durch Belize fällt auf, dass den Norden überwiegend flache Ebenen, den Süden hingegen Hügel und die Maya Mountains durchziehen. Vor der gesamten Küste erstreckt sich mit zahlreichen Cayes (Koralleninseln) das Belize Barrier Reef, nach Australiens Great Barrier Reef das weltweit zweitgrößte Riffsystem. Auf einigen der etwa 200 Inseln finden sich herrliche Sandstrände. Auf Ambergris Caye, Belizes größtem Eiland, zum Beispiel, auf dem lange, bevor sich im 17. Jahrhundert die ersten Europäer niederließen, Maya lebten. Dennoch besucht man diese Insel nordöstlich von Belize City kaum wegen irgendwelcher Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem, um sich in der Sonne zu räkeln oder in die zauberhafte Unterwasserwelt abzutauchen. Das trifft ebenso auf all die anderen Cayes zu, sei es die Südinsel von Caye Caulker, das Glover‘s Reef Atoll oder South Water Caye. Unbedingt besuchen sollte man das Lighthouse Reef, denn in dieser Lagune lebte die Natur eine ganz besondere Laune aus und ließ dabei das Blue Hole entstehen. Dabei handelt es sich um ein riesiges, mit tiefblauem Wasser gefülltes Loch mit rund 300 Metern Durchmesser – entstanden durch den Einsturz einer Höhle.

Für besonders weiße, von Palmen gesäumte Bilderbuchstrände steht das Turneffe Atoll, das natürlich ebenfalls zum Schnorcheln, Tauchen und Angeln einlädt. Wer mehr von der wunderschönen Natur sehen möchte, bucht eine Tour durch den Regenwald, der im Gegensatz zu vielen anderen lateinamerikanischen Ländern in Belize noch intakt ist, oder lässt sich durch die Mangrovensümpfe der Küstenregion führen. Zu den Highlights unter den vielen Nationalparks gehören der Five Blues Lake National Park mit legendären See, der Guanacaste National Park mit imposanten Bäumen, der Mayflower Bocawina National Park mit Wasserfällen und kleinen Maya-Ruinen sowie der Chiquibul National Park mit dem längsten Höhlensystem Zentralamerikas. Klar, dass man in Belize auch einer überaus artenreichen Tier- und Pflanzenwelt begegnet. Zu den besonderen Schutzgebieten gehört das Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary südwestlich von Dangriga. In diesem ältesten Jaguar-Reservat der Welt leben unter anderem über 300 Vogelarten, Tapire, Affen und Pumas. Bleibt Zeit, lohnen sich auch Abstecher in Städte wie Belize City oder die Hauptstadt Belmopan.

Jamaika – Traumstrände, Abenteuer und Kolonialarchitektur

Reggae, Rastas und karibische Traumstrände – auch das bietet der nordamerikanische Kontinent. Zwischen Kuba und Haiti liegt Jamaika, Teil der Inselgruppe Große Antillen. Kolumbus entdeckte 1494 die Insel. Anschließend von Spaniern besiedelt, die afrikanische Sklaven auf die Insel brachten, und ab Mitte des 17. Jahrhunderts britische Kolonie erlangte der Inselstaat erst 1962 seine Unabhängigkeit. Was aus der bewegten Geschichte blieb, sind Englisch als Amtssprache, Linksverkehr und eine faszinierende Kultur. Auf Jamaika lässt es sich an von Palmen gesäumten Stränden mit feinem weißen Sand herrlich faulenzen, während vom Meer ganz sanft Wellen ans Ufer schwappen. Bei Lufttemperaturen um die 30 Grad Celsius und Wassertemperaturen von 25 Grad und mehr macht auch das Baden Spaß. Nach Stränden muss man auf der Insel nicht lange suchen, denn es gibt sie fast überall entlang der Küsten. Zu den ruhigsten zählen Frenchman’s Cove Beach in einer Bucht bei Port Antonio im Nordosten, der Half Moon Beach bei Negril an der Westküste, Treasure Beach an der Südküste und der Strand von Discovery Bay an der Nordküste. Einer der populärsten Strände Jamaikas zieht sich im Nordwesten bei Montego Bay am Meer entlang: der Aqua Sol Beach.

Hier herrscht bei Strandsportarten, Bananaboat-, Tretboot- und Jetskifahrten stets Trubel. Und wer trockenen Fußes einen Blick auf die faszinierende Unterwasserwelt riskieren möchte, macht sich mit einem der Glasbodenboote auf den Weg hinaus zu den küstennahen Korallenriffs. Klar, dass in den Gewässern rund um Jamaika auch Taucher herrliche Reviere finden, beispielsweise im Montego Bay Marine Park mit seinen Riffs, Unterwassertunneln und steilen Wänden. Einige Stellen eignen sich auch zum Schnorcheln. Vor der Insel liegen zudem zahlreiche Schiffswracks, unter anderem vor Ocho Rios und Runaway Bay. Auf dem Wasser wartet auf Petrijünger das besondere Abenteuer – Hochseeangeln. In verschiedenen Orten bieten Einheimische solche Touren an, natürlich inklusive Angelausrüstung und einer gehörigen Portion Spaß. Abenteuerlustige finden ihre Herausforderung mit Gänsehautgarantie vor allem auf den Flüssen im Landesinneren: Rafting. Mit Paddel und Schlauchboot kann man sich durch Stromschnellen kämpfen oder sogar Wasserfälle hinab stürzen. Etwas gemächlicher geht es dagegen beim Bamboo Rafting zu – einer Floßfahrt auf einem stillen Flussabschnitt, unter anderem auf dem Rio Grande. Hat man bei Ausflügen wie diesen ganz nebenbei so einiges von der herrlichen Natur der Insel gesehen, sollte man auch mal in die Städte fahren.

Die Hauptstadt Kingston zum Beispiel liegt nicht nur malerisch vor dem Bergpanorama der grünen Blue Mountains an der südöstlichen Küste, sondern sie beherbergt auch viel Sehenswertes. Britische Kolonialbauten fügen sich hier mit modernen Bürogebäuden zu einem harmonischen Stadtbild zusammen, Museen locken mit spannenden Ausstellungen zu Bob Marley, Kunst oder Geschichte. Und unter den zahlreichen Parks gehört der 1783 als botanischer Garten angelegte National Heroes Park mit Skulpturen und Denkmälern sicher zu den besonderen. Unbedingt besuchen sollte man noch Spanish Town, einige Kilometer nordwestlich der Hauptstadt im Landesinneren. Von 1535 bis 1872 war Jamaikas heute zweitgrößte Stadt Hauptstadt des Landes. Auch hier blieben vor allem aus britischer Zeit Kolonialbauten erhalten, darunter King´s House, einst Residenz des Gouverneurs. Mit der im späten 17. Jh. geweihten St. Catherine Parish Church steht in dieser Stadt außerdem Jamaikas älteste anglikanische Kirche. Wer dann noch der Geschichte des legendären Jamaika-Rums auf den Grund gehen möchte, findet westlich von Kingston in St. Elizabeth einen der bekanntesten und ältesten Rumproduzenten, die Appleton Rum Estate. Die Führungen hier schließen übrigens Verkostungen ein.

Bahamas – ein Inselreich zum Faulenzen, Träumen und Staunen

Sozusagen vor Floridas und Kubas Haustür liegen die Bahamas. Der mittelamerikanische Inselstaat zieht sich eingangs des Golfs von Mexiko mit mehreren Inselketten und etwa 2.500 Korallenriffs auf rund 14.000 Quadratkilometern durch den Atlantik. Der klangvolle Name „Bahamas“ geht auf die spanischen Entdecker zurück, die das Archipel „Baja Mar“ nannten, was sich mit „flaches Meer“ übersetzen lässt. Tatsächlich gibt es auf keiner der insgesamt rund 700 Inseln nennenswerte Erhebungen. Als höchster „Berg“ der Bahamas gilt der Mount Alvernia auf Cat Island, dessen Gipfelchen in 63 Metern Höhe das von Briten errichtete Franziskanerkloster „The Hermitage“ ziert. Für Bergsteiger eignen sich die Bahamas also nicht, dafür umso mehr für alle, die auf Faulenzen am Strand, Wandern, Radfahren oder Wassersport stehen. Als mit Abstand größte Insel gilt Andros Island im Westen des Archipels. Doch besteht Andros mit ihrer Fläche von knapp 6.000 Quadratkilometern genau genommen aus mehreren eng beieinanderliegenden Inseln. Während entlang der Küstenlinie Kokospalmen an überwiegend einsamen Sandstränden etwas Schatten spenden, überrascht das Hinterland von Andros mit üppiger, scheinbar unberührter Vegetation, Wasserläufen und Seen. Man bekommt wilde Orchideen und andere exotische Vögel zu sehen.

Das absolute Highlight dieser Insel aber ist eines der größten Korallenriffs der Welt, das Andros Barrier Reef vor der Ostküste. Mehr als 200 Kilometer lang lockt diese bizarre Unterwasserwelt Taucher und Schnorchler ebenso wie Angler. Legendär ist Andros zudem für seine farbenfrohe, ornamentreiche Androsia Batik. Östlich von Andros befindet sich mit New Providence die einwohnerreichste Insel der Bahamas. Mehr als 70 Prozent der Gesamtbevölkerung leben hier, die meisten von ihnen in der von britischen Siedlern gegründeten Landeshauptstadt Nassau. Für die bahamaische Metropole sollte man sich auf jeden Fall ein paar Tage Zeit nehmen, denn Nassau gehört zu den charmantesten Kolonialstädten der Karibik. Zu den eindrucksvollen historischen Bauten gehören drei alte Festungen, die auf jene Zeiten zurückgehen, da die Insel Heimat von Piraten war. Die älteste ist das 1742 errichtete Fort Montagu, die größte das 1789 fertiggestellte Fort Charlotte mit einem unvergleichlichen Blick über den Hafen. Ein echter Hingucker auch das Fort Fincastle, Jahrgang 1793 und damit jüngste sowie zudem am höchsten gelegene Festung auf dem Bennet. Weit im Norden des Archipels, auf der Insel Grand Bahama, reizt mit Freeport die zweitgrößte Stadt des Archipels, die erst 1955 gegründet wurde.

Außergewöhnliche Naturerlebnisse bietet direkt am Meer der von Mangrovensümpfen durchzogene Lucayan Nationalpark mit seiner facettenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Über spezielle Einstiege gelangt man hier in ein Unterwasserhöhlensystem, in dem Fledermäuse leben. Exotische Vögel wie Papageien oder Smaragdkolibris kann man im Bahamas National Trust Rand Naturzentrum beobachten, in dem auch zahlreiche botanische Kostbarkeiten zu bestaunen sind. Wer sich für die Bahamas interessiert, sollte im Grand Bahama Museum vorbeischauen, das sich auf mit historischen Aspekten des Archipels befasst und auch zeigt, wie die Unterwasserwelt ringsum aussieht. Die Abaco-Islands in unmittelbarer Nachbarschaft von Grand Bahama beherbergen die drittgrößte Stadt der Bahamas: Marsh Harbor auf Great Abacos. Nicht weit von diesem Hauptort entfernt stößt man auf die Künstlerkolonie Little Harbor mit einer Bronzegießerei sowie verschiedenen Kunstateliers und -werkstätten. Wie überall verwöhnt natürlich auch diese Insel mit jeder Menge Traumstränden. Inselhopping funktioniert übrigens bestens – zwischen den größeren Inseln mit dem Flugzeug und ansonsten per Fähre, Postschiff oder Boot.

Kanada – schöne Strände an unendlich langen Küsten

Man sollte meinen, dass ein Inselstaat wie Indonesien oder die Philippinen über die weltweit längste Küstenlinie verfügt. Doch weit gefehlt! Mit mehr als 243.000 Küstenkilometern führt Kanada diese Rangliste an, und lässt die Zweit- und Drittplatzierten – Indonesien (knapp 55. 000 Kilometer) und Russland (knapp 38.000 Kilometer) – weit abgeschlagen hinter sich. Ebenso abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll wie alles im Land präsentieren sich Kanadas Uferbereiche an Pazifik, Atlantik und Nordpolarmeer. Eine dieser zauberhaften Küstenregionen findet man auf Avalon, einer Halbinsel auf Neufundland im östlichsten Zipfel Kanadas. Die von Wäldern überzogene Halbinsel begeistert durch ihren besonderen Charme mit über die Landschaft verstreuten kleinen Fischerdörfern und großen Wasservogelkolonien. Alles auf Avalon wirkt wildromantisch, nahezu unberührt. Die Halbinsel säumen Steilküsten, aber auch einsame Buchten und atemberaubende Strandabschnitte. Auf die Idee, im Meer baden zu gehen, kommen hier angesichts der atlantischen Wassertemperaturen und Strömungen jedoch vermutlich nur Hartgesottene.

Das gilt ebenso für die schönen Strände am Pazifik an der kanadischen Westküste. Zum In-der-Sonne-liegen oder für sportliche Aktivitäten eignen sie sich viele allerdings bestens. Beispielsweise die Strände in der Region um Vancouver, die geschützt an der Straße von Georgia liegen. Einer davon: Spanish Banks. Dieser endlos erscheinende Strand beginnt im Stadtgebiet von Vancouver, ganz in der Nähe des Universitätsviertels. Mit Locarno Beach und Jericho Beach schließen sich gleich zwei weitere Strandabschnitte an. Wer mag, kann sich sogar komplett seiner Klamotten entledigen – allerdings nur am recht kleinen Wreck Beach, der sich westlich des Unigeländes befindet. Einen auch für Frostbeulen garantiert badetauglichen Strand hat Vancouver ebenfalls zu bieten: Der Kitsilano Beach gehört nicht nur zu den besten Stränden Kanadas, sondern bietet im Kitsilano Pool in unmittelbarer Nachbarschaft zum Strand herrlich warmes Salzwasser. Die Bahnen dieses größten „Pools“ in Kanada sind 137 Meter lang und ermöglichen somit durchaus einige Schwimmzüge. Zahlreiche Strände findet man auch abseits von Atlantik- und Pazifikküste, unter anderem in den Provinzen Ontario und Quebec. So lockt am Lake Huron in Ontario der Pinery Beach Provincial Park unweit von Grand Bend mit tollen Sandstränden, bei Toronto erwartet der Wasaga Beach an der Georgian Bay Sonnenanbeter und bei Cobourg erlebt man im Sommer unvergessliche Events am Strand.

Auf etwa 400 öffentliche Strände bringt es Québec, viele davon an Seen und Flüssen. Vor allem in dieser Provinz finden sich auch zahlreiche Ferienanlagen mit direktem Strandzugang sowie Aquaparks, insbesondere in der Region Laurentides und rund um die Metropole Québec City. Auch in einigen Nationalparks kann man sich in warmem Sand räkeln, unter anderem am Lac Saint-Jean im Parc national de la Pointe-Taillon, der einen rund 15 Kilometer langen Strand beherbergt. Nahezu wohlig warm hat man es am Sankt-Lorenz-Strom in der „Baie des Chaleurs“, was übersetzt etwa „Bucht der Wärme“ bedeutet. Sozusagen vor der Haustür von Montreal liegt ein ebenfalls sehr schöner Badeort: Saint-Timothée. Lieber Badeurlaub auf einer Insel? Kein Problem – da bieten sich die Iles de la Madeleine im Südosten des Sankt-Lorenz-Golfs an. Dieses aus neun Hauptinseln bestehende Archipel beeindruckt mit feinsandigen Küstenabschnitten und malerischen Lagunen. Kanada bietet noch zahlreiche weitere Regionen mit schönen Badestränden, unter anderem am Lake Simcoe oder im Algonquin Provincial Park. Am besten einfach mal bei den Einheimischen nachfragen, die kennen sicher so manchen Geheimtipp in ihrer Region.

Mexiko – Strände vom Feinsten an endlos langen Küsten

Die einen fliegen nach Mexiko, um der legendären Maya-Kultur oder dem kolonialen Erbe nachzuspüren. Andere fasziniert die unglaublich facettenreiche und für uns Europäer exotische Natur. Doch auch diejenigen, die nach dem perfekten Traumstrand suchen, sind in Mexiko absolut richtig. Und es ist alles dabei: endlos lange, von Palmen gesäumte Sandstrände, idyllische Badebuchten, malerisch gelegene Lagunen. Die Küsten Mexikos an Atlantik und Pazifik bringen es zusammen auf eine Gesamtlänge von mehr als 10.000 Kilometern. Dazu kommen einige vorgelagerte Inseln. Zum echten Badeparadies lässt Mexiko nicht zuletzt die Nähe zum Äquator werden, die dem Land entlang der Küsten das ganze Jahr über Sonnenschein und damit Badewetter beschert. Viele Orte behaupten natürlich von sich, die schönsten Strände Mexikos ihr eigen zu nennen. Doch liegt das letztlich ja im Auge des Betrachters, hängt sicher vor allem von den eigenen Ansprüchen ab und davon, wofür man sich im Urlaub sonst noch so interessiert.

Badeurlaub ohne Fun und Action geht gar nicht? Dann auf nach Cancun, die Partyhochburg an der Riviera Maya auf der Halbinsel Yukatan im südöstlichsten Zipfel Mexikos! Hier warten karibische Strände der Superlative – endlos lang und am kristallklaren Wasser des warmen Golfs von Mexiko gelegen. An Wassersport ist hier nahezu alles möglich, dazu gönnt die Unterwasserwelt auch Schnorchlern unglaubliche Blicke auf kunterbunte Fische. In angesagten Clubs, Kneipen und Discotheken steppt der Bär bis in die frühen Morgenstunden – und das nicht nur während des jährlich zwischen März und April abgehaltenen „Spring Breaks“. Etwas stiller, wenn auch nicht langweilig, geht es beispielsweise in der Bahia de Acapulco an der nordwestlichen Atlantikküste zu. Vor der Kulisse mächtiger Gebirgszüge lockt hier beispielsweise der Playa Revolcadero mit feinem Sand und Palmen. Wer es etwas ruhiger mag, entscheidet sich besser für die wenige Kilometer entfernte Lagune de Coyuca. Auch entlang der Costa Grande und der Costa Chica finden sich herrliche, weniger frequentierte Strandabschnitte. Ein besonderes Naturschauspiel lässt sich jährlich im Frühjahr an der Bahía de Banderas beobachten: Dann ziehen große Gruppen von Buckelwalen an der Bucht vorbei.

Einige Küstenabschnitte eignen sich – abgesehen von einigen Buchten – weniger zum Baden, bieten dafür aber etwas fürs Auge. Einer davon liegt nördlich von Guerriero, wo imposante Klippen das Meer weit überragen. Sehr abwechslungsreich präsentieren sich auch die Küsten des Bundesstaates Oaxaca. Besonders hervorzuheben sind vielleicht die Strände in der Bahia de Huatulco, darunter der Playa de la Entrega und der Playa Santa Cruz. Besonders gut für Familien mit Kindern eignen sich übrigens die flach zum Meer abfallenden Strände in der Umgebung von Puerto Escondido. Ebenfalls ein überaus lohnendes Reiseziel für Sonnenanbeter: die Baja California. Diese langgezogene Landzunge im Nordwesten Mexikos beherbergt gleichfalls eine Vielzahl außergewöhnlicher Strände, einige eher einsam gelegen, andere mit lebendiger Partyszene. Zu den besonderen Juwelen gehört hier die Region um Cabo san Lucas an der südlichen Spitze der Halbinsel. Und das nicht nur wegen des „El Arco“, einer eigenwilligen Felsformation vor der Küste, die auch „Das Ende der Welt“ genannt wird … Wie gesagt: Es ist gar nicht so einfach, unter den vielen herrlichen mexikanischen Stränden den für sich „richtigen“ zu finden.