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Wo sich Gründer in den USA bei Städtenamen inspirieren ließen

In vielen Regionen der USA begegnet man deutschen Ortsnamen wie Berlin, Hamburg oder Heidelberg. Doch auch andere mehr oder weniger große Städte aus aller Welt schafften es mit ihrem Namen auf die Landkarte Nordamerikas. Darunter findet man Metropolen ebenso wie weniger bedeutende Orte. Was allen gemeinsam ist: Keinen dieser Namenszwillinge findet man in Statistiken zur Einwohnerzahl wirklich weit vorn. Lust auf eine kleine Weltreise innerhalb der USA? Hier einige Beispiele.

 

Saint Petersburg (Florida)

Mit immerhin knapp 250.000 Einwohnern schaffte es Saint Petersburg (Florida) auf Platz 76 in der Liste der größten US-amerikanischen Städte. Die meist einfach „St. Pete“ genannte Hafenstadt auf einer Halbinsel in der Tampa Bay im westlichen Pinellas County gehört zu den fünf größten Orten des Bundesstaates. Der Ort St. Petersburg am Golf von Mexiko erhielt seinen Namen von einem russischen Aristokraten, der Ende des 19. Jh. eine Bahnstrecke hierher führte – die wurde allerdings 1967 endgültig stillgelegt. Dafür entwickelte sich der Hafen zu einem bedeutenden Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe auf Routen Richtung Key West, Mittelamerika und Kuba. Außerdem schaukeln im Hafen von St. Pete ungezählte Jachten. Neben Hafen und Pier lockt die Stadt mit mehreren hochklassigen Museen. So zeigt das Dali Museum außerhalb Spaniens die umfangreichste Sammlung von Werken des surrealistischen Künstlers und das St. Petersburg Museum of Fine Arts präsentiert mehrere Tausend Exponate, die den Bogen vom Altertum zu zeitgenössischen Künstlern spannen – darunter Werke von Renoir, Cézanne und Monet, Skulpturen, Glaskunst sowie Fotografien. Russische Kunst unterschiedlichster Genres zeigt St. Petersburg selbstverständlich ebenfalls – im Florida International Museum. Abgesehen von den Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt im Umland auch noch herrlich weiße Sandstrände, die zu den schönsten der Vereinigten Staaten zählen.

 

Birmingham (Alabama)

Noch gerade so rutscht Birmingham (Alabama) als 97. in die Top 100 der größten US-amerikanischen Städte. Alabamas größte Stadt liegt mit gut 210.000 Bewohnern im Jefferson County. Wo einst Indianerstämme auf die Jagd gingen, siedelten im Jahr 1813 die ersten europäischen Einwanderer. Die offizielle Stadtgründung geht auf das Jahr 1871 zurück, der Name auf die britische Großstadt. Wie ihr Namensvetter entwickelte sich die amerikanische Stadt zu einem Industriestandort, allerdings vornehmlich der Stahlindustrie. Neben „Alabama Splash Adventure“, dem Freizeitpark unweit des südwestlichen Vorortes Bessemer, und den „Watermark Place Outlets” bietet Birmingham vor allem zahlreiche sehenswerter historische Bauten – viele im Five Points South Historic District – und diverse Industriedenkmäler. Reich ist die Stadt außerdem an interessanten Museen, darunter das Museum of Art, die Alabama Jazz Hall of Fame oder das Southern Museum of Flight. Sehenswert auch die Botanical Gardens und der Birmingham Zoo. In der Umgebung Birminghams stößt man darüber hinaus auf mehrere Freiluftmuseen und den Rickwood Caverns State Park mit eindrucksvollen Kalksteinhöhlen.

 

Alexandria (Virginia)

Wenig gemein mit der vermeintlichen Namensgeberin hat Alexandria im US-Bundesstaat Virginia. Doch der Name des 140.000-Einwohner-Städtchens westlich des Potomac Rivers geht auch gar nicht auf die ägyptische Metropole zurück. Vielmehr stand Captain Philip Alexander II. Namenspate, der Mitte des 18. Jh. eine Petition einbrachte, um auf dem Gebiet des ehemaligen Bel Haven / Huntington Creek Warehouse eine Stadt zu errichten. Vor den Toren von Washington D. C. steht heute eine moderne Stadt mit einem Altstadtviertel – genannt Old Town – voller historischer Gebäude, in denen sich Boutiquen und Läden aller Art, Antiquitätenhändler, Restaurants und Theater angesiedelt haben. George Washington, dem ersten US-Präsidenten, widmet Alexandria das imposante George Washington Masonic National Memorial. Besonders interessant sind die Sammlungen der Museen von Alexandria, die von regionaler Geschichte im The Lyceum über Grabungsfunde im Archeology Museum bis hin zum Torpedo Factory Art Center reichen, das mit seiner multimedialen Ausstellung auch Kunstbanausen begeistern wird. Wer sich für Alabama in Virginia interessiert, sollte aufpassen, denn es gibt mindestens einen weiteren Ort dieses Namens in den USA: Alexandria (Louisiana) mit weniger als 50.000 Bewohnern.

 

Athens (Georgia)

Die griechischen Philosophen Platon und Aristoteles inspirierten die Gründer der Stadt auf dem Piedmont-Plateau in Georgia 1806 zum Namen Athens. Da stand in der aus wenigen Häusern bestehenden Ansiedlung namens Cedar Shoals am Ufer des Oconee River kurioserweise bereits die 1801 gegründete Universität. Zu einem gewissen Reichtum gelangte die Universitätsstadt durch Baumwoll- und Textilindustrie. Rund 120.000 Menschen bevölkern die Stadt heute, darunter rund 30.000 Studenten der University of Georgia. Das älteste erhaltene Wohngebäude von Athens – das 1820 errichtete Church-Waddel-Brumby House – beherbergt heute ein Museum. Daneben bekommt man in der Stadt zahlreiche weitere historische Bauten zu sehen, unter anderem prachtvolle Villen, mehrere Kirchen und Kapellen sowie das 1910 eröffnete Morton Theatre. Neben einigen weiteren Parkanlagen zählen der State Botanical Garden of Georgia und das University of Georgia Arboretum zu den besonderen Oasen von Athens. Außerdem lädt die Stadt in einige außergewöhnliche Museen, darunter das ENSAT-Center mit einer interaktiven Ausstellung rund um die Naturwissenschaften. Dass sich in Athens eine kunterbunte Kultur- und Kneipenszene etabliert hat, versteht sich angesichts der vielen jungen Leute in der Stadt von selbst. Einige Kuriositäten hat die Stadt darüber hinaus noch zu bieten: eine Doppelrohr-Kanone und den „Tree that owns itself“ – übersetzt: Baum, der sich selbst besitzt. Übrigens: Eine weitere US-Stadt namens Athens liegt am Hocking River in Ohio – eine Studentenstadt nur wenige Kilometer westlich von Vienna (Ohio) …

 

Manchester (New Hampshire)

Mit etwa 110.000 Einwohnern leben in Manchester (New Hampshire) fast drei Mal so viele Menschen wie in Concord, der Hauptstadt dieses eher dünn besiedelten US-Bundesstaates in der Region Neuengland. Bevor die Stadt im Jahr 1810 den Namen der in England angesiedelten, weltweit ersten Industriestadt Manchester erhielt, hieß sie immer wieder anders. Die Indianer nannten sie Namoskeag – übersetzt etwa „ein guter Ort zum Fischen“ und die ersten Siedler dann 1722 Old Harry’s Town, später wurde daraus Tyngstown und 1751 schließlich Derryfield. Manchester lockt mit herrlichen Shoppingmöglichkeiten, unter anderem in The Mall of New Hampshire – mit mehr als 120 Läden einer der größten Shoppingtempel New Hampshires. Gelegen im Tal des Merrimack Rivers bietet die Stadt neben einem grünen Umland diverse Sehenswürdigkeiten. So kann man im Currier Museum of Art neben Skulpturen, Malereien, Fotografien und dekorativen Werken amerikanischer Künstler auch Originale von Picasso, Matisse und Monet bestaunen. Ähnlich überraschend vielseitig präsentieren sich auch die anderen Museen der Stadt, beispielsweise das Lawrence L. Lee Scouting Museum, das alles rund um die außergewöhnliche Thematik „Pfadfinder“ sammelt.

 

Carlsbad (Kalifornien)

Wer nach Carlsbad im kalifornischen San Diego County reist, wird sich wundern. Denn in dieser Stadt leben nicht nur doppelt so viele Menschen wie im tschechischen Kurort Karlovy Vary (Karlsbad), sie ist auch flächenmäßig doppelt so groß. Dafür sprudelt aus der 1882 entdeckten Mineralquelle allerdings ein Wässerchen, das in seiner Zusammensetzung dem der böhmischen Stadt verblüffend ähnelt. So verwundert es nicht, dass aus dem Ort Agua Hedionda 1887 Carlsbad wurde. Gelegen an der Pazifikküste zwischen L.A. und San Diego gehören statt Kuren allerdings Faulenzen am Sandstrand und Wassersport zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten, auch wenn die Mineralquelle mit ihrer Fontäne noch immer zur Verkostung einlädt. Vor allem Familien mit Kindern sollten Carlsbad besuchen, denn immerhin beherbergt das Städtchen das Legoland®California Resort und ein SeaLifeAquarium®.

 

Cambridge (Massachusetts)

Ihrem großen Vorbild im britischen Cambridgeshire alle Ehre macht die Stadt Cambridge Massachusetts. Die hier ansässige Harvard University, gegründet von englischen Einwanderern, gehört längst zu den besten der Welt und genießt einen mindestens ebenso guten Ruf wie die englische University of Cambridge. Mit dem Massachusetts Institute of Technology gibt es sogar noch eine weitere Eliteuniversität von Weltruf. Teilweise erscheint Cambridge tatsächlich „very british“, beispielsweise auf den von roten Backsteinbauten gesäumten Plätzen Harvard Square und Inman Square oder beim Anblick von Cambridge City Hall und Cambridge Public Library. Das nicht selten als Bostoner Vorort betrachtete Cambridge bietet neben seinem faszinierenden Stadtbild mit den gepflegten historischen Gebäuden eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Insbesondere ins Harvard Art Museum in der Quincy Street sollte man viel Zeit mitbringen, denn das besteht aus mehreren Museen sowie mehreren Forschungszentren. Die Museen The Fogg, Busch-Reisinger und Arthur M. Sackler beherbergen zusammen um die 250.000 Exponate aus aller Welt, die vom Altertum bis in die heutige Zeit aus allen Epochen stammen.

 

Und sonst gibt es in den USA noch …

… knapp 20 Orte namens Paris und um die 40 Mal Berlin. Auch Vienna, London, Dublin, Belfast, Melbourne und San Jose fanden Gründungsväter bei der Namenswahl für ihr neues Zuhause in den Vereinigten Staaten genau richtig. Ein Sydney gibt es in den USA übrigens nicht – dafür aber, wie übrigens auch einen weiteren London genannten Ort, in Kanada.

Flug Frankfurt Chicago (FRA-CHI)

In Chicago steht mit dem Sears Tower das höchste Gebäude der USA. Hohe Gebäude haben in der Stadt am Michigan-See eine lange Tradition. Schon 1885 stand dort der erste. Vom ebenfalls mit Wolkenkratzern gekennzeichnete Frankfurt dauert der Flug Frankfurt Chicago knapp 10 Stunden. Wem so viel Höhe zu viel ist, sollte mit dem Mietwagen raus in das ländliche Umland von Chicago fahren, zum Beispiel nach Rockford, die auch als Stadt der Gärten bekannt ist.

Flug München Vancouver (MUC-YVR)

Vancouver liegt an der Westküste Kanadas. Der Flug München – Vancouver dauert knapp 12 Stunden. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die unberührte Natur rund um Vancouver. Mit dem Mietwagen geht es von Vancouver aus ins Lynch Valley, einem Tal voller Schluchten und Seen. Oder man fährt auf Abenteuerreise zum Whistler Mountain.

Flug Frankfurt Vancouver (FRA-YVR)

Der Flug Frankfurt – Vancouver dauert weniger als 11 ½ Stunden. Dabei ist Vancouver von Frankfurt über 8.000 Kilometer entfernt. Am International Airport holt man sich seinen vorab reservierten Mietwagen ab und fährt gemütlich in eines der zahlreichen Hotels oder startet gleich eine Rundreise in die unberührte Natur rund um Vancouver.

Flug Berlin Vancouver (BER-YVR)

Vancouver steht für unberührte Natur, Wildnis und Abenteuer. Gerade deshalb lohnt sich die Stadt im Westen Kanadas als Ausgangspunkt für eine Rundreise mit dem Mietwagen von Vancouver aus. Schon auf dem Flug Berlin-Vancouver träumt man von wilden Kanufahrten, Lagerfeuer und endlosen Wanderungen durch die Traumlandschaft Kanadas rund um Vancouver herum.