Essen

Alligator und Grüne Tomaten – Kulinarische Entdeckungen in den USA (Teil 2)

Zum Beispiel Neuengland:

In seiner 400jährigen Geschichte der ersten Kolonien haben sich eine ganze Menge kulinarische Traditionen angesammelt. Dabei waren die Anfänge eher kläglich, die englischen Puritaner legten wenig Wert auf Hochgenuss. Dafür auf die Menge und das merkt man bis heute. Weltbekannt sind die aus indianischer Tradition stammenden Baked Beans. Ansonsten überwiegt gerade an der Küste das Meer. Hummer galt noch vor einhundert Jahren als Essen der Unterschicht, heute gibt es ihn in allen Varianten. Die einzelnen Städte konkurrieren übrigens in ihren Regionalvarianten von Clam Chowder, einer angedickten Fischsuppe mit Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch und gelegentlich auch Muscheln.

Zum Beispiel New York:

Die Stadt der Städte ist auch kulinarisch kaum auf einen Nenner zu bringen. Kaum eine Nationalität, die mit Restaurants hier nicht vertreten wäre. So etwas wie eine New Yorker Küche scheint es nicht zu geben, es sei denn man sucht sie in der Offenheit für alles Neue. Doch es gibt Gerichte, die einfach typisch für diese Stadt sind. Zum Beispiel das mit dünnen Scheiben geräucherter Rinderbrust belegte Pastrami Sandwich mit jüdisch-rumänischen Wurzeln. Oder der Cheese Cake. Besonders locker gilt er als der beste der Welt. Besser noch als bei Großmuttern. Es sei denn natürlich, Oma kommt aus New York, dann ist er wirklich unschlagbar.
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Alligator und Grüne Tomaten – Kulinarische Entdeckungen in den USA (Teil 1)

Das Vorurteil hält sich hartnäckig: Die amerikanische Esskultur beschränke sich auf Frittieren und Grillen; sie sei einseitig und ungesund und werde vor allem durch Fast Food Ketten repräsentiert. Dass durchschnittliche Amerikaner eine Vorliebe für deftige, fettige Gerichte haben, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, im Verbrauch von Zucker und Fetten kann kein anderes Land mithalten.