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Jamaika – Traumstrände, Abenteuer und Kolonialarchitektur

Reggae, Rastas und karibische Traumstrände – auch das bietet der nordamerikanische Kontinent. Zwischen Kuba und Haiti liegt Jamaika, Teil der Inselgruppe Große Antillen. Kolumbus entdeckte 1494 die Insel. Anschließend von Spaniern besiedelt, die afrikanische Sklaven auf die Insel brachten, und ab Mitte des 17. Jahrhunderts britische Kolonie erlangte der Inselstaat erst 1962 seine Unabhängigkeit. Was aus der bewegten Geschichte blieb, sind Englisch als Amtssprache, Linksverkehr und eine faszinierende Kultur. Auf Jamaika lässt es sich an von Palmen gesäumten Stränden mit feinem weißen Sand herrlich faulenzen, während vom Meer ganz sanft Wellen ans Ufer schwappen. Bei Lufttemperaturen um die 30 Grad Celsius und Wassertemperaturen von 25 Grad und mehr macht auch das Baden Spaß. Nach Stränden muss man auf der Insel nicht lange suchen, denn es gibt sie fast überall entlang der Küsten. Zu den ruhigsten zählen Frenchman’s Cove Beach in einer Bucht bei Port Antonio im Nordosten, der Half Moon Beach bei Negril an der Westküste, Treasure Beach an der Südküste und der Strand von Discovery Bay an der Nordküste. Einer der populärsten Strände Jamaikas zieht sich im Nordwesten bei Montego Bay am Meer entlang: der Aqua Sol Beach.

Hier herrscht bei Strandsportarten, Bananaboat-, Tretboot- und Jetskifahrten stets Trubel. Und wer trockenen Fußes einen Blick auf die faszinierende Unterwasserwelt riskieren möchte, macht sich mit einem der Glasbodenboote auf den Weg hinaus zu den küstennahen Korallenriffs. Klar, dass in den Gewässern rund um Jamaika auch Taucher herrliche Reviere finden, beispielsweise im Montego Bay Marine Park mit seinen Riffs, Unterwassertunneln und steilen Wänden. Einige Stellen eignen sich auch zum Schnorcheln. Vor der Insel liegen zudem zahlreiche Schiffswracks, unter anderem vor Ocho Rios und Runaway Bay. Auf dem Wasser wartet auf Petrijünger das besondere Abenteuer – Hochseeangeln. In verschiedenen Orten bieten Einheimische solche Touren an, natürlich inklusive Angelausrüstung und einer gehörigen Portion Spaß. Abenteuerlustige finden ihre Herausforderung mit Gänsehautgarantie vor allem auf den Flüssen im Landesinneren: Rafting. Mit Paddel und Schlauchboot kann man sich durch Stromschnellen kämpfen oder sogar Wasserfälle hinab stürzen. Etwas gemächlicher geht es dagegen beim Bamboo Rafting zu – einer Floßfahrt auf einem stillen Flussabschnitt, unter anderem auf dem Rio Grande. Hat man bei Ausflügen wie diesen ganz nebenbei so einiges von der herrlichen Natur der Insel gesehen, sollte man auch mal in die Städte fahren.

Die Hauptstadt Kingston zum Beispiel liegt nicht nur malerisch vor dem Bergpanorama der grünen Blue Mountains an der südöstlichen Küste, sondern sie beherbergt auch viel Sehenswertes. Britische Kolonialbauten fügen sich hier mit modernen Bürogebäuden zu einem harmonischen Stadtbild zusammen, Museen locken mit spannenden Ausstellungen zu Bob Marley, Kunst oder Geschichte. Und unter den zahlreichen Parks gehört der 1783 als botanischer Garten angelegte National Heroes Park mit Skulpturen und Denkmälern sicher zu den besonderen. Unbedingt besuchen sollte man noch Spanish Town, einige Kilometer nordwestlich der Hauptstadt im Landesinneren. Von 1535 bis 1872 war Jamaikas heute zweitgrößte Stadt Hauptstadt des Landes. Auch hier blieben vor allem aus britischer Zeit Kolonialbauten erhalten, darunter King´s House, einst Residenz des Gouverneurs. Mit der im späten 17. Jh. geweihten St. Catherine Parish Church steht in dieser Stadt außerdem Jamaikas älteste anglikanische Kirche. Wer dann noch der Geschichte des legendären Jamaika-Rums auf den Grund gehen möchte, findet westlich von Kingston in St. Elizabeth einen der bekanntesten und ältesten Rumproduzenten, die Appleton Rum Estate. Die Führungen hier schließen übrigens Verkostungen ein.