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British Columbia – Paradies für Abenteurer und Städtereisende

British Columbia (BC) liegt an der Westküste Kanadas am Pazifik. Mit knapp 945.000 Quadratkilometern nimmt diese drittgrößte kanadische Provinz mehr Fläche ein, als Deutschland und Frankreich zusammen. Endlos scheinende 7.000 Kilometer lang ist die Küstenlinie der Pazifikprovinz. Sie verläuft durch gleich mehrere Klimazonen und bietet mit ihren Buchten, einer Vielzahl vorgelagerter Inseln und nicht zuletzt der Millionenmetropole Vancouver viel Erlebnispotenzial. Gönnen sollte man sich unbedingt eine der in verschiedenen Küstenorten angebotenen Touren aufs Meer, wo sich Grau- und Buckelwale tummeln.

An der Küste befindet sich auch die Hauptstadt der riesigen Provinz. Nein – es ist nicht Vancouver, sondern Victoria. Der Ort am Südzipfel von Vancouver Island fungierte ab 1849 über mehrere Jahrzehnte schon als Hauptstadt der britischen Kronkolonie Vancouver Island. So verwundert es nicht, dass Victoria als eine der britischsten Städte auf dem gesamten Kontinent gilt. So mancher reibt sich beim Anblick roter Doppeldeckerbusse im Stadtverkehr die Augen, und auch ein großer Teil der Architektur – ganz besonders in Downtown – trägt unverkennbare Züge des British Empire. Englische Gärten, Häuser im Landhausstil und großzügig angelegte Parks prägen weite Teile des Stadtbilds. Rund um den historischen Hafen Inner Harbour trifft man beim Bummel auf zahlreiche altehrwürdige Bauten wie das Parlamentsgebäude, das Fairmont Empress Hotel, das St. Ann’s Schoolhouse und das Helmcken House. Auch eines der bedeutendsten Museen Kanadas ist hier zu finden: das Royal British Columbia Museum. Victoria beherbergt darüber hinaus die älteste – wenn auch recht kleine – Chinatown Kanadas, entstanden um 1850. Nur wenige Kilometer nördlich der Hauptstadt gelegen, lädt mit Vancouver eine weitere faszinierende Stadt ein. Inmitten der Coast Mountains beeindruckt Kanadas drittgrößte Stadt mit moderner Wolkenkratzerarchitektur, der fast zwei Kilometer langen Lions’ Gate Bridge und herrlichen Parks. Nicht zuletzt findet man jede Menge Museen, Freizeitmöglichkeiten aller Art und auch hier eine Chinatown – und zwar die größte des Kontinents.

Doch British Columbias Reiz besteht nicht allein aus der Küstenregion. Ebenso anziehend ist das Hinterland, durch das sich die gewaltigen Bergketten von Coast Mountains und Rocky Mountains ziehen. Auch imposante Seenlandschaften und Flussläufe finden sich in der Provinz, viele davon inmitten von Naturschutzgebieten oder Nationalparks. Eines dieser Gebiete ist der Wells Gray Provincial Parc im Osten British Columbias. Die höchsten Berggipfel hier – die des Mount Goddall – bringen es auf knapp 3.000 Meter Höhe, während einige Täler auf gerade einmal 500 Metern liegen. Zu den absoluten Highlights des teilweise dicht bewaldeten Wells Gray Provincial Parc gehört sicher das Braithwaite Icefield, eine vergletscherte Gipfelregion zwischen Azure Lake und Hobson Lake im Herzen des Naturschutzgebietes. Adrenalinjunkies können sich übrigens auch beim Wildwasserrafting auf dem Clearwater River ins Abenteuer stürzen – gemeinsam mit erfahrenen Guides, versteht sich. Wem das an Gänsehautfeeling noch nicht reicht, der sollte sich auf den Weg zum spektakulären Glacier Skywalk machen. Diese gläserne Aussichtsplattform bittet Schwindelfreie im Jasper-Nationalpark zu einem Spaziergang in die Kulisse der Rocky Mountains. Auf 280 Metern Höhe ragt der Rundweg etwa 30 Meter über das Tal des Sunwapta River – atemberaubende Ausblicke garantiert.