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Kanada – endlose Weite und traumhafte Städte

Das flächenmäßig zweitgrößte Land der Erde breitet sich im Norden Nordamerikas an der Grenze zu den USA aus. Es würde mehr als nur ein paar Tage dauern, dieses etwa zehn Millionen Quadratkilometer große Land zu durchqueren. Die Fläche Kanadas entspricht immerhin fast der vom gesamten Europa. Wer mehr sehen möchte, als die Hauptstadt Ottawa oder bekannte Orte wie Toronto, Montreal, Vancouver und Calgary, kommt um einen guten Leihwagen nicht herum. Die weite Prärie, endlos scheinende Wälder und imposante Berglandschaften mit klaren Seen muss sehen, wer Kanada besucht. Zu den faszinierendsten Erlebnissen gehört eine Tour über den rund 230 Kilometer langen Icefield Parkway zwischen Lake Louise und Jasper, eine Panoramastraße in den Rocky Mountains im Westen des Landes. Sie führt durch eine überwältigende Landschaft – vorbei an Gletschern, Flüssen, Seen und Tälern.

Auch durch fast alle der mehr als 40 Nationalparks und rund 1.500 Provinzparks Kanadas führen Straßen, sodass die einmalige Tier- und Pflanzenwelt zum hautnahen Erlebnis wird. Auch den Spuren der Indianer in Kanada kann man auf einer aufregenden Tour folgen, beispielsweise ab Calgary in der westlichen Prärieprovinz Alberta. Die Route durch das ehemalige Indianergebiet führt zunächst zum liebevoll restaurierten Fort MacLeod und weiter zur Steilklippe Head-Smashed-In-Buffalo-Jump, rund 175 Kilometer südlich Calgarys. Nächste Station könnte Frank sein, eine uralte Minenarbeiter-Stadt. Bevor man sich jedoch auf den Weg macht, empfiehlt sich zur Einstimmung der Besuch im Glenbow Museum von Calgary. Neben einer umfangreichen Sammlung über die „First Nations“ genannten Ureinwohner der Region erzählt die Ausstellung mit Tausenden von Exponaten Wissenswertes über die Geschichte Albertas, befasst sich aber darüber hinaus auch mit historischen Aspekten Kanadas. Auch der Mineralogie, westafrikanischer Kultur und asiatischer Kunst widmet sich dieses spannende Museum. Ebenfalls viel zu sehen gibt es natürlich in Kanadas Städten, von denen die meisten um die Großen Seen herum und an Kanadas längstem Fluss, dem Sankt-Lorenz-Strom, liegen. Wer sich verschiedene Städte anschauen möchte, sollte allerdings die enormen Entfernungen nicht unterschätzen: So liegen beispielsweise Vancouver im Südwesten und Toronto im Südosten des Landes knapp 4.500 Kilometer auseinander – was mit dem Zug eine Reisezeit von immerhin drei vollen Tagen bedeutet. Vancouver, die moderne Stadt mit ihren mächtigen Wolkenkratzern in der Skyline, liegt an der Westküste und begeistert sofort, schon aufgrund seiner traumhaften Lage inmitten der Coast Mountains.

Zu den vielen Sehenswürdigkeiten gehören die fast zwei Kilometer Meter lange Lions Gate Bridge über das Fjord Burrard Inlet, die Vancouver Art Gallery, das Harbour Center, Siwash Rock und das Vancouver Aquarium im Stanley Park. Als Stadt mit den meisten Wolkenkratzern Kanadas präsentiert sich Toronto gleichfalls als sehr moderne Metropole. Kanadas größte Stadt schmiegt sich ans westliche Ufer des Ontariosees, die als Golden Horseshoe bekannte Metropolregion zieht sich bis zu den Niagarafällen. Zu den herausragenden unter den vielen Highlights Torontos zählen der 553 Meter hohe CN Tower mit seinen Aussichtsplattformen, das Fußgängertunnelsystem PATH, das Rathaus (City Hall) an der Queen Street, die kurz AGO genannte Art Gallery of Ontario und das Royal Ontario Museum. Und wer es schafft, sollte vielleicht auch der kanadischen Hauptstadt Ottawa am gleichnamigen Fluss einen Besuch abstatten. Sie liegt nordöstlich von Toronto, einen „Katzensprung“ von nur rund 350 Kilometern Luftlinie entfernt.