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Toronto – Wolkenkratzer und kanadische Seele

Zu den spannenden Reisezielen auf dem nordamerikanischen Kontinent gehört Toronto, Hauptstadt der Provinz Ontario, im Süden Kanadas. In der Provinzhauptstadt leben weit über 2,5 Millionen Menschen, mehr als in irgendeiner anderen kanadischen Stadt. Und dennoch fühlt man sich hier sofort wohl. Es gibt viel Platz, endlos lange Promenaden und auch Strände sowie ausgedehnte Parklandschaften. Die Metropole zieht sich am nordwestlichen Ufer des Ontariosees entlang. Mehrere Bäche und Flüsse fließen durch Toronto, einige von ihnen in tiefen Schluchten. Darüber führen Brücken wie das imposante Prince Edward Viaduct. Der obere Bereich dieser 494 Meter langen Verbindung über den Don River gehört Autos und anderen Kraftfahrzeugen, der untere der Toronto Subway.

Natürlich gibt es in Toronto auch „richtige“ Sehenswürdigkeiten, Museen und Attraktionen – und zwar eine ganze Menge. Zu den eher ungewöhnlichen gehören die Toronto Islands, eine kleine Inselgruppe mitten im Stadtgebiet, die unter anderem mit Stränden und einem kleinen Vergnügungspark lockt. Kleine Fähren verbinden die Inseln im Viertel Old Toronto mit dem Festland. Großen Eindruck hinterlassen die vielen hypermodernen Bauwerke Torontos, von denen so einige die Handschrift namhafter Architekten wie Frank Gehry, Ludwig Mies van der Rohe oder Daniel Libeskind tragen. Die unverwechselbare Skyline der Metropole mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern lässt sich übrigens am besten vom Wasser aus erfassen. Klar, dass der 553 Meter hohe CN Tower – höchstes Bauwerk auf dem gesamten Kontinent – auch hier alles überragt. Der Canadian National Tower, wofür das CN steht, lockt mit zwei Aussichtsplattformen zu einem herrlichen Blick über die Metropole und die umliegenden Landschaften. Eher nicht zu sehen bekommt man von hier aus allerdings PATH in Downtown – denn es handelt sich dabei um die größte „Unterweltstadt“ weltweit. Entlang eines insgesamt knapp 30 Kilometer langen Tunnelsystems gibt es mehr als 1.200 Läden, dazu Büros und Amtsstuben.

Toronto bietet auch sonst viel Überraschendes, und das über alle Stadtviertel verteilt. So sollte man sich die Art Gallery of Ontario (AGO) ebenso wenig entgehen lassen, wie die schon äußerlich spektakuläre Roy Thomson Hall, in der das Toronto Symphony Orchestra beheimatet ist. Einen echten Kontrastpunkt zwischen riesigen Wolkenkratzer aus Glas und Stahl setzt die Kirche St. Andrews Presbyterian Church, die mit ihrer Architektur im romanischen Stil erhalten blieb. Wer sich auf eine Sightseeing-Tour begibt, findet ganz sicher noch viele ähnliche historische Schätze, beispielsweise das Canada Permanent Building oder das 34 Etagen hohe Canadian Imperial Bank of Commerce Building. Im Stadtviertel Old Town of York blieb Torontos Geschichte übrigens besonders lebendig. Und wie sieht es mit Shoppen aus? Dazu gibt es tatsächlich überall viele Gelegenheiten, doch unbestritten gehört die Yonge Street zu den populärsten Shoppingmeilen.