Monthly Archives: December 2013

Alligator und Grüne Tomaten – Kulinarische Entdeckungen in den USA (Teil 2)

Zum Beispiel Neuengland:

In seiner 400jährigen Geschichte der ersten Kolonien haben sich eine ganze Menge kulinarische Traditionen angesammelt. Dabei waren die Anfänge eher kläglich, die englischen Puritaner legten wenig Wert auf Hochgenuss. Dafür auf die Menge und das merkt man bis heute. Weltbekannt sind die aus indianischer Tradition stammenden Baked Beans. Ansonsten überwiegt gerade an der Küste das Meer. Hummer galt noch vor einhundert Jahren als Essen der Unterschicht, heute gibt es ihn in allen Varianten. Die einzelnen Städte konkurrieren übrigens in ihren Regionalvarianten von Clam Chowder, einer angedickten Fischsuppe mit Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch und gelegentlich auch Muscheln.

Zum Beispiel New York:

Die Stadt der Städte ist auch kulinarisch kaum auf einen Nenner zu bringen. Kaum eine Nationalität, die mit Restaurants hier nicht vertreten wäre. So etwas wie eine New Yorker Küche scheint es nicht zu geben, es sei denn man sucht sie in der Offenheit für alles Neue. Doch es gibt Gerichte, die einfach typisch für diese Stadt sind. Zum Beispiel das mit dünnen Scheiben geräucherter Rinderbrust belegte Pastrami Sandwich mit jüdisch-rumänischen Wurzeln. Oder der Cheese Cake. Besonders locker gilt er als der beste der Welt. Besser noch als bei Großmuttern. Es sei denn natürlich, Oma kommt aus New York, dann ist er wirklich unschlagbar.
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Alligator und Grüne Tomaten – Kulinarische Entdeckungen in den USA (Teil 1)

Das Vorurteil hält sich hartnäckig: Die amerikanische Esskultur beschränke sich auf Frittieren und Grillen; sie sei einseitig und ungesund und werde vor allem durch Fast Food Ketten repräsentiert. Dass durchschnittliche Amerikaner eine Vorliebe für deftige, fettige Gerichte haben, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, im Verbrauch von Zucker und Fetten kann kein anderes Land mithalten.

Hoch zu Ross – Reiturlaub in den USA

Auf dem Pferderücken über die endlose Prärie, an schneebedeckten Gipfeln vorbei und durch atemberaubende Canyons. Kaffee über dem Lagerfeuer, Angeln am Wildbach, Besuche aufregender Rodeos, Cowboys bei ihrer Arbeit zusehen und ihnen vielleicht sogar zur Hand gehen. Urlaub auf einer echten Ranch – das ist schon etwas anderes als das jährliche Liegen am Strand.  Vor allem ist es ergiebiger für das Fotoalbum und man hat daheim viel mehr zu erzählen.

Louisiana – Bayous, Pelikane und die reine Freude am Leben

Louisiana ist ein einzigartiger Bundesstaat. Das bedeutet viel, denn den USA mangelt es bestimmt nicht an bunter Diversität. Doch das Land am Mississippi-Delta versprüht einen Charme, der mit keinem anderem zu vergleichen wäre. Auf den Bayous tummeln sich Pelikane, von den Ästen ausladender Eichen hängt Louisiana-Moos herab wie die Haarsträhnen einer indianischen Prinzessin, dazwischen strahlen weiße Herrenhäuser aus längst vergangenen Zeiten. Straßenmusik fährt einem zielsicher in die Glieder, während es aus den Restaurantküchen verführerisch nach Jambalaya duftet. Und auf den Flüssen kreuzen herausgeputzte Raddampfer, als würden die Jahrhunderte niemals vergehen.